Mittwoch, 19. April 2017

Endlich Segelfrei!


Da freut man sich nach der langen, dunklen Jahreszeit darauf endlich wieder die Leinen loszuwerfen, die Segel zu setzen und auf die Ostsee hinauszufahren und dann freue ich mich über Segelfrei? Bin ich bescheuert? Die Sache ist so: seit vier Tagen bin ich auf der Ostsee unterwegs, ein verlängerter Ostertörn. Und was macht das, sonst im April eigentlich stets so angenehme Wetter? Es ist kalt und windig oder kalt und regnerisch. Im Wechsel. Klassisches Aprilwetter eigentlich, nur war es die Jahre vorher eben anders. Ich habe zwar warme Klamotten an, aber nach einem ganzen Tag auf dem Wasser kriecht die Kälte dann doch irgendwann und die Zwiebelschichten. Das Thema Segelhandschuhe kursiert ja immer wieder in den Foren, ich bevorzuge aber doch lieber kalte Hände. Das ich diese dann manchmal verzweifelt in ein Paar Socken gesteckt habe, muss ja keiner wissen.


Mein Törn ging von Minde über Höruphav nach Augustenborg. Und von dort an einem langen Segeltag bei sehr böigen 6Bft aus Nordost immer vor dem Wind bis hinein nach Flensburg. (Diese 30 Seemeilen lange Tour kann ich übrigens jedem nur ans Herz legen! Es ist wie eine lange Talabfahrt in den Bergen: Rauschefahrt, Wind immer achterlich und die Welle bis auf das kurze Stück von Sönderborg in die Innenförde immer entspannt). Auf dem Wasser ist es wie immer wunderbar, aber sobald es dunkel wird und die Kälte sich von den Händen auf den Rest des Körpers ausbreitet, fange ich an zu grübeln. Ist das jetzt wirklich so toll? Will ich das nur gut finden, weil ich es eben gut finden will? Ist das echt meine Version von Entspannung? Dazu sei gesagt, das ich, aus welchen Gründen auch immer, nur bei offenen Luken bzw. Fenstern schlafen kann. Und zwar nicht nur eines, sondern zwei damit auch ja Durchzug herrscht. Falls das nicht der Fall ist, verstopft die Nase und ich laufe den nächsten Tag mit fiesen Kopfschmerzen herum. Im Sommer gar kein Problem, ist das bei den aktuellen Minusgraden auf dem Wasser aber nicht so toll. Im Prinzip schlafe ich also wie in einem Kühlhaus mit offenen Türen. Unter der Decke einigermassen angenehm, ist aber jede Extremität, die ihren Weg nach draussen findet, schutzlos der Kälte ausgeliefert. Nase, Füsse, Hände. Irgendetwas ist immer kalt und klamm. Und dann der Moment, wenn man morgens aufsteht. Das Boot ein Eisschrank, die Duschen an Land oft noch nicht funktionsfähig oder nur gegen eine spezielle Münze, die ich aber natürlich nicht bekommen habe. Also schnell in die Klamotten und ab in den Wind, Segeln gehen. Kaum stehen die Tücher, ist alles vergessen und ich atme das pure Glück. Bis zum nächsten Hafen.


Video vom Überführungstörn nach Dänemark


Und während dieser Tage frage ich mich dann, wo ist eigentlich mein "Zeitmillionär" Gefühl geblieben? Das Gefühl der sich endlos dehnenden Stunden und Tage auf dem Wasser? So richtig will es sich nicht einstellen, bis: Heute morgen wache ich erst um 1030h auf. Die Sonne scheint auf das Schiff und es wird so schon langsam warm im Boot. Mein Unterbewusstsein hat wohl im Schlaf schon die Entscheidung gefällt: Heute habe ich Segelfrei!! Kein schnelles Frühstück, kein Fertigmachen des Bootes, keine Wetterberichte. Statt dessen eine warme Dusche und ein bewusst langsames Frühstück. Und ein ganzer langer Tag vor mir. In Flensburg, dieser wunderschönen Stadt. Und plötzlich dehnen sich die Stunden und der Tag kommt mir jetzt schon endlos vor. Ich bin, genau: Zeitmillionär für einen Tag. Nach langem Stadtbummel sitze ich nun im (warmen) McCafe und schreibe diese Zeilen. Und habe keine Idee, was ich mit dem Rest des Tages noch anfangen werde. Großartig!! Ich kann daher jedem Charterer oder zeitlich begrenztem Fahrtensegler nur ans Herz legen, einen Tag Pause in jeden Törn mit einzuplanen. Er verändert die Perspektive und macht einem noch mehr bewusst, wie schön unser Hobby doch ist. Denn oft ist nicht das Meilenfressen die Heilung der Segelsucht, sondern die Auszeit von der Auszeit. 


Mittwoch, 8. März 2017

Every Single Week - Track 13 - (Ballad Of The) Sailing Bassman - Song und Musiker


Making of "(Ballad Of The) Sailing Bassman"

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie "Every Single Week"  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album "Zeitmillionär" vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem "Making of" einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:




 Making of - Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Jürgen Gleba


Mit Jürgen habe ich in der Band von John Barron gespielt. Er ist ein toller Gitarris, ein kleiner Equipmentfreak und daher für den Rockabillysound für "(Ballad Of The Sailing) Bassman" meine erste Wahl. Aufgenommen haben wir zu Hause in seinem privaten Equipmenttempel und hatten dabei eine wunderbare Zeit. Wie auch früher stets bei John in der Band!! Eine der schönen Seiten an dem Musikerjob ist es ja, das man immer wieder so großartige Mensachen kennenlernt wie eben Jürgen.

 
Jürgen und ich bei John Barron - Riders Cafe


Jürgen und ich bei John Barron - Weinscala

Jürgen spielt in vielen Bands. Unter anderem auch bei Micky Wolfs Cigarbox Experiment, den ich ja in Folge 10 hier bereits vorgestellt habe.



Jürgen bei der 1. Cigarboxnight mit Micky Wolf


Hier mit Rhythm '56

Aber es muss nicht immer Rockabilly sein. Auch im Rock ist Jürgen zu Hause und spielt mittlerweile bei RockBuster auch Bass. Sehr vielseitig der Mann!


Jürgen mit seiner Band RockBuster


Michael Prott


Ein paar Worte zu meinem Lieblingssaxophonisten Michael. Seit meiner Musicalzeit Mitte der 90er begegnen wir uns immer wieder. Wenn es um ein gut gespieltes, rotziges Sax geht ist Michael die absolut erste Wahl. Er ist zwar auch im Jazz und vielen anderen Stilen zu Hause (und wir haben diese auch Live performt), aber er ist einfach der Beste, wenn es um Rock'n'Roll geht. Und so durfte er natürlich auch auf meinem Album nicht fehlen. Neben seinen Tracks hat er dabei übrigens auch die Arrangements für die Bläser Sections geschrieben. 


Mit Michael auf der Bühne beim Martini Club. An der Trompete Nic, ebenfalls auf meinen Album vertreten.


Michael bei Franny and the Fireballs

(Ballad Of The) Sailing Bassman

Vocals Dara McxNamara
Backing Vocals Caro Leuzinger
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Upright Bass Claus Aktoprak
Guitars Jürgen Gleba
Piano Merih Aktoprak
Additional Guitars Claus Aktoprak
Saxophone Michael Prott

Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki



(Ballad Of The) Sailing Bassman
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

Sailing Bassman, give me Rockn’Roll
Sailing Bassman, and a lot of Soul
Sailing Bassman, I feel so alone
Boppin’ to the music on my own

Sailing Bassman, I got one desire
Sailing Bassman, set my soul on fire
Sailing Bassman, when you sail the world
Find me a perfect girl

If she’s blonde, black or brown
I don’t care at all
Lots of curves, and a pretty face
Plus one braincell, that is all

Sailing Bassman, all my trust’s in you
Sailing Bassman, that you really do
Sailing Bassman, find that girl for me
Set my spirit free
Slap it Mr. Bassman, yeah, uuh

Sailing Bassman, I got one desire
Sailing Bassman, set my soul on fire
Sailing Bassman, when you sail the world
Find my perfect girl

If she’s blonde, black or brown
I don’t care at all
Lots of curves, and a pretty face
Plus one braincell, that is all

Sailing Bassman, all my trust’s in you
Sailing Bassman, that you really do
Sailing Bassman, find that girl for me
Set my spirit free

Sailing Bassman, I got one desire
Sailing Bassman, set my soul on fire
Sailing Bassman, when you sail the world
Find my perfect girl
I hope you find my perfect girl
I hope you find my perfect ... girl

Every Single Week - Track 9 - Der einsame Seemann - Song und Musiker


Making of "Der einsame Seemann"

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie "Every Single Week"  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album "Zeitmillionär" vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem "Making of" einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:



 Making of - Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Uwe Steger



Bei ROLAND war ich die letzten Jahre vor meiner Reise als Produktmanager für das V-Accordion angestellt. Wie es dazu kam und warum gerade ich diesem Instrument "zugeteilt" wurde, ist eine andere zu lange Geschichte. Fakt ist: Ich kann dieses Instrument weder spielen noch hatte ich je eine Verbindung zum Akkordeon. Es war für mich eigentlich immer nur verbunden mit Skiurlaubmusik. Oberkrainer an der Skihütte zum Glühwein. Im Nachhinein habe ich aber einmalige und großartig talentierte Musiker kennengelernt. Akkordeon ist eben kein Rock'n'Roll Instrument, das man so nebenbei erlernt. Da steckt sehr viel Musikunterricht und Übung dahinter. Es gibt für dieses Instrument sogar regelmäßig Wettbewerbe und Meistertitel, was ich im musikalischen und emotionalen Kontext eigentlich immer etwas schräg finde. Das war für mich immer mehr etwas für Klassiker. Es gibt ja auch keinen Weltmeister an der E-Gitarre oder an den Drums. Aber mich begeisterte immer auch schon Virtuosität. Und Musiker, die ihr ganzes Leben ihrer Leidenschaft widmen. So wie Uwe Steger. Hier und weiter unten eine Auswahl einiger seiner Videos. Mehr davon gibt es auf seiner Homepage.

 Uwe fingerfertig in "China"
Ich lernte auch Uwe Steger als Preisträger am ROLAND V-Accordion kennen. Uwe ist aber neben seiner großartigen Spieltechnik (er spielt mit einer, auf mich beinahe hypnotisch wirkenden Leichtigkeit) auch ein sehr kreativer Kopf. Der sich nicht nur mit dem perfekten Spiel gedruckter 32tel Noten zufrieden gibt, sondern auch selber komponiert und arrangiert. "Der einsame Seemann" lebt ja nun wirklich nicht gerade durch ausgefeilte Melodien und Harmonien, also wollte ich durch die bluesige Gitarre und eben ein "intelligentes" Akkordeonspiel dem Song eine eigene Note geben. Und das ist Uwe perfekt gelungen;wie er auch in dem Making Of Video erläutert. Für mich ist es eine echte Ehre, so einen genialen Musiker mit "an Bord" gehabt zu haben.

Uwe Stegers Interpretation von "Lemon Tree"


Uwe spielt den Song "Freibeuter" im Duett



"Der einsame Seemann" - Offizielles Video

Der einsame Seemann

Vocals John Barron
Vocals Claus Aktoprak
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Percussion Jochen Topp
Bass Claus Aktoprak
Lead Guitar Yorck Mennich
Guitar Yorck Mennich
Acoustic Guitar Dara McNamara
Accordion Uwe Steger
E-Piano Merih Aktoprak
Saxophone Michael Prott

Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki


Der einsame Seemann
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

Ich lief aus Bombay aus, ohne Gitarre
Und in Singapur, verlor ich mein Herz
Mein alter Seesack blieb zurück in Manila
Und im Tattooshop, verlor ich meinen Schmerz

Ich fuhr bis Helgoland, ohne ein Segel
Und in Brasilien verlor ich den Hut
Ich kam in China an ohne den Anker
Und vorm Traualtar verlor ich meinen Mut

Und jetzt denkst du, ich bin ein Loser
Doch ich verlor nie meinen Stolz
An Bord, an Land, bin ich oft so allein
Drum zieht es mich immer wieder raus
Denn ich bin ein einsamer Seemann
So weit weg von Zuhaus
Oh, so weit weg von Zuhaus

Ich fand noch immer meinen eigenen Weg
Ich ging über Backbord, auch mal Steuerbords oder schräg
Wenn mein Leben um ist und an mir vorüber zieht
Dann will ich nur Glück seh’n, und kein Schiet-iet-iet

Ich kam mal ohne Mast bis Neukaledonien
Fünf Liter Dieselöl, die blieb’m vor Cadiz
Mein Kapitänspatent nahm mir ein Kerl in Russland
Nur meine Unschuld, ja, die blieb hier auf dem Kiez

Und jetzt denkst du, ich bin ein Loser
Doch ich verlor nie meinen Stolz
An Bord, an Land, bin ich oft so allein
Drum zieht es mich immer wieder raus
Denn ich bin ein einsamer Seemann
So weit weg von Zuhaus
So weit weg von Zuhaus, so weit weg von Zuhaus

Sonntag, 5. März 2017

Every Single Week - Track 12 - Hades To Hell - Song und Musiker



Making of "Hades To Hell"

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie "Every Single Week"  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album "Zeitmillionär" vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem "Making of" einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:



 Making of - Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Peter Caulton


Den gebürtigen Neuseeländer Peter Caulton habe ich ca. 2005 bei der Arbeit mit der Johnny Cash Tribute Band "Ring Of Fire" kennengelernt. Erste Probe - Gänsehaut pur. Diese Stimme! Und Johnny Cash mochte ich schon immer, vor allem die späten, von Rick Rubin produzierten Alben. Mit der Band "Ring Of Fire" waren wir dann in wechselnden Besetzungen recht erfolgreich ein paar Jahre lang unterwegs.


Ring of Fire - live

Peter zog in jungen Jahren nach  diversen TV- und Live Konzerten nach Australien, und tourte durch den Kontinent mit Namen wie „Little River Band“, Emmylou Harris, Kenny Rogers und anderen Größen des Showbusiness. 


Peter im TV - Who drove the Mystery Train

Nach drei eigenen CDs, eine davon nominiert bei der 40. Grammy Verleihung, ging es für ihn über den großen Teich nach Europa in den Norden Deutschlands, wo  sich unsere Wege kreuzten. 



Ein Song aus Peter's eigen Album

Mittlerweile ist Peter aber wieder zurück in Neuseeland und auf mein Album konnte ich ihn nur via Internet beamen; WeTransfer machte es möglich. Ab und an kommt er noch nach Deutschland, und so haben wir letzten Sommer wieder einen Auftritt zusammen gespielt.


5000 Beers


Jochen Topp


Mit Jochen spielte ich das erste Mal zusammen in der Band von Mo (die später via Voice Of Germany als MayaMo wieder durchstartete) tolle südamerikanisch angehauchte Eigenkompositionen. Percussion belebt jedes Live Konzert und sollte eigentlich auf jeder  Bühne dabei sein. Budgetmässig fällt der Percussionist aber dann doch leider häufig schnell weg. Jochen spielte in verschiedenen Formationen und auch eine ganze Zeit beim "König der Löwen". 


Für ein weiteres Bandprojekt einige Jahre später, hatte ich dann aber endlich einmal genug Budget und gönnte mir wieder einmal Live Percussion. Alles lief super, bis Jochen vom Hund in die Hand gebissen wurde. Trotzdem spielte er am nächsten Tag einen tollen Gig mit Gips! Respekt. Ohne Jochens Wunderkiste wäre "Hades To Hell" nicht der Song, der er jetzt geworden ist. Ergebunden wie viele Percussionisten so sind (Percussion ist eben kein Instrument, sondern eine Lebenseinstellung), berät Jochen neben der Musik auch sehr kompetent in Sachen Feng Shui. Hier der LINK dazu.

Hades to Hell

Vocals Peter Caulton
Backing Vocals Andreas Pappert
Backing Vocals Mario Schulmann
Drums Oliver Steinwede
Percussion Jochen Topp
Upright Bass Claus Aktoprak
Slide Guitar Van Wolfen
Lead Guitar Van Wolfen
Guitars Claus Aktoprak
Acoustic Guitars Claus Aktoprak
Piano Claus Aktoprak
Keyboards Claus Aktoprak
Blues Harp Christian Hönniger

Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki



Hades To Hell
(M: Peter Kanapin, Claus Aktoprak T: Peter Kanapin)

Looking for a place, to lay my body down and feel
Emptiness and rest
Far away from thoughts, driving me insane
Just be all alone, when there’s nothing, nothing but betrayal
Down on her dark side

I’ve been waiting
Yes, I’ve been waiting for so long
To pull the trigger in my brain
I’ve been waiting now it’s dead and gone
(Dead and gone)

There’s something I
I can’t believe coming down this way again
Like a fool in the rain, from Hades to Hell again
Like that groundhog day movie
Like from Hades back to Hell again and again, oh no
Feels like I’m dreaming

CHORUS

SOLO

Like that groundhog day movie
Like from Hades back to Hell again and again, oh no
Feels like I’m dreaming

I’ve been waiting
I’ve been waiting for so long
To pull the trigger in my brain
I’ve been waiting now it’s dead and gone
(When I’m dead and gone)



Dienstag, 28. Februar 2017

Medizin an Bord oder "Wie nähe ich eine Schweinshaxe?"


Es ist ein grauer Samstagmorgen imn der Klinik "Großer Sand" in Hamburg Harburg. Dieses Krankenhaus ist spezialisiert auf die Belange der Seefahrt und so wird hier auch der 2-tägige Kurs "Medizin an Bord" gegeben in dem ich dieses Wochenende verbringen werde. Auf meiner Schärenreise hatte ich mir ein paar Wunden an Füßen und Händen zugezogen und auch mit einer kleinen Lebensmittelvergiftung gekämpft. Das war zwar alles mit Bordmitteln und meinen vorhandenen Kenntnissen zu beheben, im Hinterkopf blieb jedoch immer die Idee, das alles einmal richtig zu lernen. Gerade auf den längeren Reisen, die hoffentlich noch anstehen werden, und auf von mir geskipperten Charterreisen hätte ich gerne ein paar Kenntnisse mehr, um mir und meiner Crew helfen zu können. Ob mir dieser Kurs der Kreuzer Abteilung das Fachwissen in zwei Tagen vermitteln kann wird sich zeigen; der redselige und unterhaltsame Dozent Thomas Krieg sagt in seiner Einführung selbst, das er uns nun 8 Semester Medizin in 2 Tagen vermitteln muss. Andererseits ist der Kurs Pflicht für jeden Kapitän und für viele Teilnehmer an großen Regatten. Schaden kann es also wohl nicht.

Empfangen werden wir im Seminarraum von einer angehenden, jungen Ärztin, die als Helferin fungiert und, etwas erbost über ihre verlorenes Wochenende, an einem Kalbsherz herumschneidet. Dazu liegen dann noch jede Menge Schweinshaxen herum und uns wird angekündigt, das jeder auch noch jeden im Laufe des Seminares pieksen wird. Dazu liegen vor jedem Teilnehmer ein Teller mit medizinischem Kram, Blutdruckmanschetten, Spritzen, Kanülen und Atropin Ampullen. Zusammen mit der frühen Uhrzeit macht das ganze Szenario leicht flau im Magen, zumal am Kalbsherzen erst einmal die Folgen eines Herzinfarkts (verursacht durch den Elektoschock der Tötungsmaschnine) demonstriert werden. Einen schönen guten Morgen, Graf Dracula.


Nach dem ersten Schrecken wird es aber zunächst sehr theoretisch. Und jeder stellt sich vor. Es gibt Regattasegler und Paare, die auf Weltreise wollen. Und viele Ostseefahrer, so wie mich. Die Vorstellungsrunde verbindet; so wie das gegenseitige Blutdruck und Blutzuckermessen. Nach dem kurzen Frühstück (für mich kein Mett :-) ) ist der Zuckerspiegel bei vielen enorm und messbar gestiegen. Steilvorlage in das Thema Unterzuckerung und Gegenmaßnahmen. Unser Dozent ist Lehrbeauftragter im Rettungsdienst, Kapitän und Ingenieur. Und er kann reden. Wie ein Wasserfall. Hat aber auch viel zu sagen, und der Wortschwall ist unterhaltsam, lustig und lässt einen wach bleiben. Am nächsten Tag wird mir das dann bei zwei weiteren Dozenten bewusst, die einen eher trocken Stil haben,  der an meinen Augenlidern zerrt.

Im Eiltempo geht es quer durch den menschlichen Körper. Wunden, Brüche, Schockarten kombiniert mit blutigen Bildern von offenen Brüchen, oder dem Abriss eines Skalps nach einer Patenthalse (Dozent Tommy zeigt stolz auf seine Kamera, die er für solche Fälle immer dabei hat) . "Kein Problem: Klammern und einen abgeschnittenen Finger eines Gummihandschuh als Drainage legen." Hmmm. Ob ich das morgen abend dann wohl auch so kann? Irgendwann ist dann Mittagspause und Zeit die Informationen geistig zu sortieren und einzuordnen. Was will ich eigentlich? Operationen an Bord oder schon das Legen einer Infusion bei 6 Windstärken sind Illusion. Im Prinzip reden wir also von erster Hilfe an Bord und dem Wissen darüber einen Patienten, auch über die hier übliche Zeit von 7 Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, am Leben zu erhalten. Einhand ist das Meiste sowieso unmöglich. Auf Chartertörn oder Weltumsegelung muss man sich aber schon darauf einstellen größere Wunden, Brüche, Vergiftungen oder gar Herzinfarkte deutlich länger zu versorgen, als es zuhause üblich wäre. Der Kurs macht so doch absolut Sinn; man muss eben seine Grenzen kennen und erkennen.

Nachmittags steht dann auch viel Praxis im Vordergrund. Wir kümmern uns in Viererteams um die Erstversorung einen Verletzen. Puls, Blutdruck, Verletzungen erkennen, Grob- und Feinmotorik prüfen. Dazu dann die praktischen Arbeit mit einem Defibrillator... und das immer und immer wieder. Das übt, und gibt mir im Ernstfall deutlich mehr Sicherheit und Selbstvertrauen. Danach folgt das Nähen und Klammern der Eisbeine. Interessant, bei Seegang wäre das Setzen einer Naht aber beinahe unmöglich. Toll ist dafür das Klammern, einfach und effektiv. So ein Gerät würde ich auf die nächste Reise mitnehmen. Und auch der Wundverschluss mit Sekundenkleber ist verblüffend effizient und hätte bei mir Vorrang vor einer Naht. Der Sekundenkleber ist zur Blasenbehandlung an den Fingern beim Basspielenen sowieso häufiger bei mir im Einsatz. Der erste Tag ist um. Ich habe viel gelernt und auch geübt. Schön.

Am zweiten Tag erscheinen mit der Chefärztin und einem Anästhesisten zwei neue Dozenten. Sie haben sich viel vorgenommen, verstricken sich aber etwas in Bildern und zuviel Theorie. Wie gesagt, ich will ja nicht operieren, sondern nur notversorgen. Dafür gehen dann die Infos über Aufbau von Wirbeln und Gehirnhäuten etc. deutlich zu weit. Gut zu wissen, aber in der Praxis für mich egal. Der Kursleiter spürt dann auch die einsetzende Unaufmerksamkeit und drängt wieder zu mehr Praxis. Es folgt dann das Anlegen von Infusionen und der Einsatz von Atropin, Adrenalin etc. aus Ampullen. Gefolgt von starken Schmerzmitteln, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Natürlich nur in der Theorie :-) Viel Zeit geht dann für die Info drauf, wie man sich eine entsprechende Bordapotheke zusammenstellen kann, was dort hineingehört und welche zoll- und strafrechtlichen Folgen damit international einhergehen. Schon interessant, für mich aber zur Zeit irrelevant. Die Uhr tickt und ich wünsche mir mehr Praxis in der "einfachen" Wundversorgung. Das ist dann doch der häufigste Fall an Bord, denke ich. Platzwunde, Schnittwunde und co. Fällt aus Zeitmangel aber nun leider aus. Schade. Ist aber letztendlich überall nachzulesen. Und gehört vielleicht auch eher in den Bereich erste Hilfe, als zu "Medizin an Bord". Geschenkt. Geübt werden dann auch noch Herzdruckmassage, Atemspende, Schienen von Brüchen mit Bauschaum und der Einsatz einer Bone Injection Gun als alternative Lösung zum Legen einer Infusion. Alles sehr praxis- und bordnah. Toll. Zum Ende gibt es dann noch ein Zertifikat und man wird mit schwirrendem Kopf ins Leben entlassen. Ich habe mir dann nachträglich noch Literatur besorgt und weiss nun definitiv eine Menge mehr als vorher. Ob ich das auch praktisch umsetzen kann wir die Zukunft zeigen...oder doch eher hoffentlich nicht :-)




Montag, 27. Februar 2017

Every Single Week - Track 11 - My Everything - Song und Musiker



Making of "My Everything"

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie "Every Single Week"  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album "Zeitmillionär" vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem "Making of" einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:



 Making of - Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Merih Aktoprak


Meine Frau Merih habe ich vor 16 Jahren kennengelernt, als ich auf der Suche nach einer Keyboarderin für meine Band "The Hamburg Soul Foundation" mit der Grand-Prix Sängerin Corinna May war. Irgendwer empfahl mir eine junge, türkische Keyboarderin, die gerade frisch vom Studium aus Los Angeles zurückgekehrt war. Das klang natürlich interessant und so wuchsen wir gleichermassen musikalisch wie persönlich zusammen und waren schon bald ein Paar. Zusammen gingen wir dann auf Tour und hatten einige weitere Bands zusammen. Inzwischen geht jeder zwar musikalisch seinen eigenen Weg (für Lena Meyer-Landruth bin ich zu alt, Merih macht dort aber eine sehr gute Figur), aber wir sind, vielleicht auch deswegen immer noch sehr glücklich verheiratet. 


Zusammen auf der Bühne bei unserer Hochzeit
Merih war natürlich sofort meine erste Wahl für die Tasteninstrumente und ich bin sehr glücklich sie auf meinem Album mit dabei zu haben.

One for my Baby - Merih beim Martini Club

In den nächsten Wochen produziert sie nun ihr eigenes, türkischsprachiges Album. Ich darf auch einige Tracks am Kontrabass dazu beitragen und bis schon sehr gespannt auf das Ergebnis. Mehr Infos dazu demnächst hier auf facebook.


Bir varmis bir yokmus - Ein Song von Merih

Ralf Hartmann


Ralf Hartmann hatte ich irgendwann einmal in den 70ern als Frontmann der Band "Franny and the Fireballs" in meinem Heimatort Reinbek gesehen. Die Band und ihre Show hatte mich damals sehr beeindruckt und mich meine Fühler weiter in Richtung Rock'n'Roll ausstrecken lassen. Jahrzehnte später standen wir dann bei der Band "Kati und die Schulmänner" gemeinsam auf der Bühne, wie man in diesem Video sehen kann.


Mit Ralf zusammen bei "Kati und die Schulmänner"


Franny and the Fireballs - früher



Franny and the Fireballs - heute

Aber neben dem Rock'n'Roll ist Ralf auch im Jazz, Swing und altem Schlager unterwegs und einige kennen ihn daher auch noch als Gitarrist von Olli Dietrich.

 

mit Olli Dietrich

Für "My Everything" brauchte ich einen Jazzgitarristen und ein passendes Gitarrenintro und dachte daher sofort an Ralf. Und das war eine sehr gute Wahl, wenn ich mir den fertigen Song so anhöre.
Und hier der offizielle Eintrag bei Wikipedia

My Everything

Vocals Dara McNamara 
Guitar Ralf Hartmann
Drums Oliver Steinwede 
Piano Merih Aktoprak
Upright Bass Claus Aktoprak 
Flügelhorn Nicolas Boysen

Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki


My Everything
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

I’m all alone and thinking of you, dear
Got nothing to do, cause I’m on my own here
My mind is filled with memories of you
And all the times, when I felt so blue

I am all smiles, just when I remember
Our day we met, t’was late in september
Now I’m so glad, I made you my wife
Cause you’re the love of my life

My everything, I’ll love you forever
I wear our ring, my greatest treasure
Your happiness is top of my list
Cause when my girl’s happy, there’s nothing I miss

Once in a while, please let us remember
That special day, so late in September
Your trembling hand
Found its way in mine
As we had found love’s devine


Donnerstag, 9. Februar 2017

Every Single Week - Track 10 - The Black Tie - Song und Musiker

 
Making of "The Black Tie"

Wie entsteht eigentlich ein Song? Woher nimmst du die Ideen? Warum dauert eine Albumproduktion so lange? Das sind die klassischen Fragen an mich als Songwriter und Produzenten. In der Videoserie "Every Single Week"  stelle ich daher jede Woche eine neue Single aus meinem auf der Ostsee entstandenen Album "Zeitmillionär" vor. Und gebe damit einen Einblick tief hinter die Kulissen des Songwritings und dem "Making of" einer Musikproduktion. Übrigens, jede Single und auch das ganze Album bekommst du hier:




 Making of - Das Video

Hier im Blog möchte ich aber auch einzelne Musiker kurz vorstellen, ohne die die Produktion des Albums nicht möglich gewesen wäre. Und kurz erzählen wie sich unsere jeweiligen Wege gekreuzt haben.

Micky Wolf

Micky aka Van Wolfen


Die Wege von Micky Wolf und mir kreuzten sich eines Tages über die Johnny Cash Tribute Band um Peter Caulton. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wer wen angerufen hatte, aber eines Tages trafen wir uns in einem Proberaum in Eimsbüttel und mir lief eine Gänsehaut nach der anderen den Rücken herunter. Zum einen klang Peter wie der originiale, unlängst verstorbene Johnny Cash, zum anderen war und ist Micky einer der bluesigsten Gitarristen, mit denen ich je gespielt hatte. Und unser Sound war atemberaubend. Doch wie so viele Bands hielt auch diese Formation wegen persönlicher Reibereien leider nicht lange. Den Kontakt zu Micky habe ich aber immer aufrechterhalten..

Live im Weinland-Wohnzimmer
Neben dem Blues ist auch das Slidespiel Mickys große Stärke und er kann seine jahrzehntelange, stilübergreifende Erfahrung auf den Punkt abrufen. Im Studio hatten wir so im Rekordtempo viele coole Tracks, mit denen wir arbeiten konnten. E-Gitarre, Slide, Dobro, und neuerdings auch Cigarbox; alles auf den Punkt am Start. Der Traum jedes Produzenten. Mehr Infos gibt es auf Mickys Homepage.

Van Wolfen - Tarantula Blues


Micky und ich zusammen bei "Ring of Fire"




Christian Hönniger habe ich vor ein paar Jahren bei einem Projekt um die Musical Sängerin Annika Bruhns kennengelernt. Zu der Zeit veröffentlichte sie ein von Paul Glaser produziertes Country Album und wir spielten eine Handvoll Gigs und eine Releaseparty, bevor auch dieses Projekt zu einem unverdientem, schnellen Ende kam. Vorher hatte ich noch nie jemanden so Harp spielen sehen. Mit diesem gewaltigen Tonumfang und  dem bluesigen Sound. 


Christian bei der Löseckes Blues Gang


Hammergeil. Christian kommt aus Hannover (wie ich aber erst während der Aufnahmen erfuhr. Ich dachte, er käme mal eben schnell aus Hamburg vorbei...umso dankbarer bin ich ihm natürlich für die tollen Tracks!!) und spielt dort in einigen bekannten Formationen. Die Videos im Making Of bei der Aufnahmesession sagen eigentlich alles. Christian holt einfach alles aus sich und dem kleinen Instrument heraus und bleibt dabei auch noch so bescheiden. Im Ernst: Ich habe noch keinen besseren an der Blues-Harp gesehen als ihn!! Hier geht es zu Christians Homepage.

Christian und ich bei Annika Bruhns


The Black Tie

Vocals John Barron 
Backing Vocals Caro Leuzinger 
Backing Vocals Kati Schulmann-Reisener  
Backing Vocals Mario Schulmann 
Dobro Van Wolfen
Lead Guitar Van Wolfen
Blues Harp Christian Hönniger
Guitar Jürgen Gleba
Piano Merih Aktoprak
Keyboards Merih Aktoprak
Drums Oliver Steinwede 
Upright Bass Claus Aktoprak
Percussion Jochen Topp 
Saxophone Michael Prott

Aufgenommen, gemischt und editiert von Jurik Maretzki


 The Black Tie
(M: Claus Aktoprak T: Claus Aktoprak V: Dolce Vita Songs)

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone

Oh I don’t need no black tie
Now all my friends are gone
No I don’t need no black tie
Now I’m left here all alone

Friends had left me one by one
And no one will come back
And nothing I can do about
Just wear this tie in black

Life’s a bitch and then you’ll die
Is written in my face
And if it’s time for me to go
It’s not the end of the human race

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone

SOLO

Pain and hurt and misery
Was all I ever found
And now my only place to be
Lies six feet in the ground

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone

I don’t need no black tie
Cause all my friends are gone
And left me here to die
All alone
And left me here to die
All alone
And left me here to die - all alone